Deutscher Jugendmeister: Pauline




Deutscher Jugendmeister Tanzmariechen – Pauline Staiber

 

Ein Kindheitstraum

Mit ihren 10 Jahren hat sich Pauline bereits ihren Kindheitstraum erfüllt. Sie wollte einmal im Fernsehen tanzen und so sein wie die Tänzerinnen bei all den Karnevals-Fernsehsitzungen.
In der Saison 2013/14 durfte Pauline nun tatsächlich bei der Fernsehsitzung der Badisch-Pfälzischen Fasnacht auftreten und am vergangenen Wochenende erreichte sie vollends ganz die Spitze des Karnevalistischen Tanzes im Bereich Jugend.
 

Deutscher Jugendmeister Tanzmariechen

In Erfurt fanden die Deutschen Meisterschaften statt, die an den beiden Tagen von rund 15.000 Besuchern begeistert begleitet wurden.
Mit ihrer persönlichen Bestleistung von 465 Punkten und gleichzeitig der Tageshöchstwertung setzte sich Pauline ganz oben fest und errang die Deutsche Meisterschaft mit einem Vorsprung von 12 Punkten auf Michelle Zerrahn vom KC Röttenbach und 13 Punkten auf Ginsa Dobbrunz vom KTC Alsdorfer Tänzer.
Neben dem Siegerpokal gab es einen Sonderpreis vom Thüringer Innenminister Jörg Giebert sowie Ehrenpreise von Frank Walter Steinmeier und Volker Kauder.
Die ganze Saison über fand sich Pauline bei diversen Turnieren immer bis auf eine Ausnahme auf der obersten Treppe des Siegerpodestes. Dabei wurde sie Pfalzmeisterin und Süddeutsche Meisterin. Zwischendurch trat sie im Kurhaus Baden-Baden auf.
Bei den Deutschen Meisterschaften im Karnevalistischen Tanzsport durfte man die 10-jährige dann schon als Favoritin handeln. Der Saisonverlauf und die stetige Steigerung in den Vorjahren von Saison zu Saison ließen auf den großen Coup hoffen. Vor den tausenden Zuschauern in Erfurt blieb Pauline dann ganz cool und setze sich souverän durch.


Die Entdeckung des Talents

Gerade mal acht Jahre ist es her, als sich die damals dreijährige Pauline und die beiden Gmender Fasnetspräsidenten Albert Scherrenbacher und Raimund Vogt bei einem Auftritt der Stöpselgarde anlässlich eines Kinderfaschings in der Tanzschule Kunick erstmals begegneten. Pauline feierte Kindergeburtstag und tanzte vor den Gmünder Fasnetsmachern herum. Denen war schnell klar, dass sie mit der kleinen Tanzmaus ein riesen Talent vor sich hatten und nahmen sich des Mädchens an. Bei der Suche nach einer ersten Trainerin wurden die Herren schnell mit Sina Salzmann und Nathalie Bihlmaier einig.
Schon damals tanzte „Pauli“ zu Hause vor dem Fernseher die Gardetänze der Großen nach. Schon wenige Tage später wurden dann im Wohnzimmer der Familie Salzmann und im Squash&Fit Waldstetten die ersten Schritte eingeübt, bevor sie dann 2008 ihren ersten öffentlichen Auftritt bei der Gmünder Prunksitzung hatte. Das Publikum war begeistert und das kleine Tanzmariechen ist heute nicht mehr wegzudenken.
 

Förderung und Weiterentwicklung

Anschließend nahmen sich Wolfgang und Sebastian Bieser des Talentes an. Da Pauline unbedingt Turniere tanzen wollte und die AG Gmender Fasnet nicht Mitglied im Karnevalsverband ist, musste sich Pauline neben der AGF einem neuen Verein anschließen und trat 2010 zusätzlich der Zigeunerinsel Stuttgart bei.
Nach weiteren zwei Jahren entschlossen sich die Vereine aufgrund des außergewöhnlichen Talentes von Pauline, das Mädchen einem erfahrenen Trainer anzuvertrauen. So wechselte sie 2012 in die Tänzerhochburg des TSV Landau. Unter Trainer Ullrich Ullmayer, ein genialer Choreograph und Trainer, wuchs sie dann zur Meistertänzerin heran. Dazu fuhr sie häufig zu den Übungseinheiten in die Pfalz.
Die Ausbildung wurde nun immer professioneller und nicht nur Tanztraining stand auf der Tagesordnung. Auf ihrem Weg zur Deutschen Meisterin war und ist auch regelmäßiges Training im Bereich der Akrobatik und der Rhythmischen Sportgymnastik an der Tagesordnung. Den Schliff dazu holt sich Pauline beim TSV Schmiden (bei Detlef Schaak) und beim TV Wetzgau (bei den Meisterturnern Paul Schneider, Daniel Popescu und Tobias Wolf).

Obwohl Pauline bei den Turnieren und Meisterschaften nun für den TSV Landau an den Start geht, bleibt sie der Gmender Fasnet eng verbunden.
Hier wo sie ihren Ursprung hat, präsentiert sich die junge Meisterin auch heute bei jeder Gelegenheit. So war sie neben den Auftritten in der Fasnet auch bei der Staufersaga als Schlangenfrau zu bewundern und zeigt ihr Können auch bei Benefizveranstaltungen.



Veröffentlicht am
14:54:48 20.07.2014


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