Elf Sekunden Trauerstille

Traditionelles Heringsessen der Gmünder AG Fasnet im Paulaner

Feierlich und ganz in Schwarz trafen sich die erschöpften, aber glücklichen Macher der Gmünder Fasnet am Aschermittwoch zum traditionellen Heringsessen im Paulaner in Gmünd. Die närrische Schultes Sabine die Pfiffige gab den Rathausschlüssel zurück an den Ersten Bürgermeister Dr. Joachim Bläse. Jetzt kehrt erst mal wieder Ruhe in Gmünd ein.

Schwäbisch Gmünd. Rund 20 Organisatoren der Gmünder Fasnet haben sich am Aschermittwoch als Trauergemeinde versammelt, um den Abschied von den närrischen Zeiten zu betrauern. „Wir haben die Kostüme ausgezogen und stehen jetzt hier ganz ohne Maske – so wie wir sind“, begann Sabine die Pfiffige, bevor sie die Anwesenden Trauergäste zu elf Sekunden Trauerstille aufforderte. Diese dauerte dann aber doch höchsten sechs Sekunden, was darauf schließen ließ, dass die Trauer über das Ende der Fasnet für den ein oder anderen, irgendwie auch eine kleine Erlösung ist.
Denn obwohl die Fasnetszeit in diesem Jahr recht kurz war, hatten die Mitglieder der AG Fasnet jede Menge zu tun. Guggenmusikfestival, Prunksitzung, Rathaussturm und einige Umzüge und Faschingsbälle. Alles hat geklappt, die Organisatoren freuten sich über die Saison. Schließlich arbeiteten alle Beteiligte fast bis zur Erschöpfung, um das närrische Treiben reibungslos zu organisieren. So freute sich „Sabine die Pfiffige“ alias Sabine Grimm über die außerordentlich gut besuchten Veranstaltungen. „Und der Faschingsumzug macht uns sogar weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt“, sagt sie in ihrer Dankesrede an ihren Hofstaat.
„Es war wirklich eine sehr schöne Zeit, aber ich bin auch froh, dass jetzt wieder etwas mehr Ruhe einkehrt“, sagt das diesjährige Gmünder Prinzenpaar Prinzessin Melanie und Prinz Tuncay. Viele tolle Erlebnisse habe das Paar in seiner Amtszeit erlebt. Die Besuche in Kindergärten, der Besuch im Lindenhof und vieles mehr. Und eine negative Erfahrung gab’s für Prinzessin Melanie: „Irgendjemand hat mir während des Umzuges ein Glasfläschchen an den Kopf geworfen (lesen Sie dazu auch auf Seite 9 „Problem nicht kleinreden“). Zum Abschluss gab’s für alle, außer einigen standhaften Fischverächtern, den obligatorischen Hering zum Essen.
Abseits des Faschings hatte Albert Scherrenbacher, Vorsitender der AG Fasnet, eine Neuigkeit: „Die AG Gmender Fasnet, die Oschtalb Ruassgugga, die Weißahoarer Giggelesbronzer und die Gmendr Gassafetza wollen sich nicht nur an Fasching für die Stadt einsetzen. Deshalb haben wir uns gemeinsam dazu entschieden eine Stufe für den Wetzgauer Aussichtsturm, der für die Gartenschau 2014 gebaut werden soll, zu kaufen.“ ki


 
© Gmünder Tagespost 13.02.2013


Veröffentlicht am
16:41:08 14.02.2013


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