Spektakel unter blauem Himmel

31. Internationales Guggenmusigg-Treffen mutierte zu Besuchermagnet und Frühlingsfest

Nur im Zick-Zack-Gang gelang es am Samstag, die Gmünder Innenstadt zu durchqueren. An allen Ecken und Enden wippten tausende Besucher mit, wenn die insgesamt 20 Guggengruppen lautstark ihre Lieder anstimmten. Umjubelt wurden die Monsterkonzerte und voll präsentierte sich die Sporthalle beim Frühschoppen am Sonntag. „Klasse Stimmung“, zeigte sich Organisator Robert Frank übers 31. Internationale Guggenmusigg-Treffen sehr zufrieden.

Anja jantschik

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Die Oschtalb Ruaßgugga“ aus Aalen durften in Gmünd natürlich nicht fehlen.


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Auch viele andere Guggengruppen aus dem Altkreis Aalen waren nach Gmünd gekommen, so zum Beispiel die Neresheimer.


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Schwäbisch Gmünd. „Und hoch“, kam die klare Anweisung. Um 11.40 Uhr reckte sich der Narrenbaum gut im Boden verankert gen Himmel. Mit vereinten Kräften hatten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr von Wetzgau/Rehnenhof „bei Aalen“, wie Moderator Lukas Krieg mit Blick auf die überregionale Carina-Vogt-Berichterstattung frotzelte, die Aufgabe gemeistert.
Bereits kurz vor 12 Uhr standen die Besucher dicht an dicht auf dem Marktplatz und ließen sich vom Guggenvirus infizieren. Klatschen, schunkeln, johlen und immer wieder das typisch für Guggenmusik ausgerufene „uuuaaa, uuuaaa“, hallte über den Marktplatz.
Immer dichter wurde derweil die Menschenmenge auf dem Johannisplatz. Die einen versorgten sich noch rasch mit heißen Roten oder Pommes Frites an den zahlreichen Bewirtungsständen, andere sicherten sich inzwischen ein gutes Plätzchen vor der Bühne am Prediger.
„Jetzt bin ich gespannt, ich bin zum ersten Mal dabei“, blickte Karin Grugelke aus Beutelsbach bei Weinstadt neugierig auf den Eingang des Predigers, „diese Stimmung ist klasse. Das hätte ich gar nicht erwartet“, zeigte sich die Remstälerin begeistert vom kunterbunten Guggentrubel.
Zum Monsterkonzert hatten die Besucher, deren Zahl stetig anstieg, die Auswahl: sowohl auf dem Marktplatz vor dem Rathaus als auch vor dem Prediger war durch Bühnen der Boden bereitet.
„Ich komm’ mir vor wie im Frühling“, stellte ein Besucher aus Lorch begeistert fest. Recht hatte er. Viele Familien zogen durch die Innenstadt und genossen Sonnenstrahlen und Guggenmusik gleichermaßen.
„Das Wetter könnte nicht besser sein“, schwärmte Robert Frank mit Raimund Vogt von der AG Fasnet. Allerdings in gehöriger Lautstärke, denn sofort gab’s wieder ein Guggenständchen nebenan. Guggengruppen aus der Schweiz, Österreich, Deutschland und Liechtenstein machten beim Kneipenbummel die Nacht zum Tag.
© Gmünder Tagespost 23.02.2014


Veröffentlicht am
15:01:14 28.02.2014


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