Bienen, Blumen und ein Alois

Beste Stimmung beim Rathaussturm in Schwäbisch Gmünd

Die Blumenmannschaft der Verwaltung hielt nicht lange Stand, im Nu eroberten die Bienen das Rathaus. Und Oberbürgermeister Richard Arnold blieb nichts anderes übrig, als den Schlüssel an die närrische Bürgermeisterin Sabine die Pfiffige zu übergeben. Hunderte erlebten den Rathaussturm.

Kuno Staudenmaier

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Blumenmädchen, Gartenzwerge, engagiert verteidigten sie das Rathaus. Gegen die Übermacht von Hofstaat und Begleitung konnten sie wenig ausrichten. (Fotos: Tom)


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Angriffslustige Bienen vor dem Rathaussturm ...


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... und die Blumen für die Verteidigung.


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Hübsche Gartenzwerge, prunkvoller Hofstaat: Schlüsselübergabe am Donnerstag auf dem Rathausbalkon.


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Die Guggenmusik „Überdurck“ beim Rathaussturm.


Schwäbisch Gmünd. Bei herrlichem Sonnenschein rückten die „Eroberer“ vor, mit der Guggenmusik „Überdruck“, den Hölltalschützen, Tanzteufeln und Garde, gefolgt vom Hofstaat mit dem Prinzenpaar Tuncay und Melanie, Zeremonienmeister Daniel, der närrischen Bürgermeisterin Sabine. Ein Muss: der Unimog mit Konfettikanone. Weil’s so schön bunt wird, weil das den Rathaussturm beschleunigt. Und weil Robert Frank – verkleidet im hübschen Gartenzwergenlook – so den doppelten Arnold präsentieren konnte. Auf dem Balkon der Oberbürgermeister, an der Konfettikanone Peter Arnold.
Die närrischen Gäste quittierten die folgenden Tanzeinlagen von Gärtnern, Blumen und Bienen mit viel Beifall. Der Tanz der Rathausblumen hat es Frank besonders angetan: „Wenn Ihr das bei der Landesgartenschau aufführt, müssen wir verlängern.“
Und dann ging’s Schlag auf Schlag, die Blumen konnten nicht verhindern, dass die Bienen die Eingangstüre öffnen. Wenig später rollte die „Regierungsfahne“ der Gmendr Fasnet vom Rathausbalkon. Dort ließen sich auch schon die Obergärtner zu sehen, Richard Arnold, Dr. Joachim Bläse und Julius Mihm. Den Schlüssel hätte der Oberbürgermeister am liebsten behalten. Doch bevor er von der närrischen Bürgermeisterin „da Ranza voll“ bekommen hätte, gab er das gute Stück aus der Hand. Als Gegenleistung für ein bürgermeisterliches Küsschen. Joachim Bläse begrüßte all die Aktiven der Gmendr Fasnet und „so manche, die aussehen, als seien sie noch vom Guggenmusik-Festival auf dem Marktplatz übrig geblieben“.
Kaum im Amt, verteilte die närrische Bürgermeisterin Sabine auch schon die Aufgaben. Richard Arnold könnte sich in Gummistiefeln bei der Landesgartenschau verdient machen, könnte mit Zwergenhut nicht Koffer tragen, aber vielleicht die Taschen älterer Damen. Sie berichtete vom gelungenen Dauerkarten-Verkauf, vom neuen Spielzeug Arnolds, das jetzt im Florian steht. Es ist die nagelneue Drehleiter, „der man statt dem Martinshorn den Alois als Signal programmieren sollte“. Die Kostprobe für einen solchen unüberhörbaren „Alois“ gab gleich die Guggenmusik „Überdruck“. Bleibt offen, ob diese musikalische Unterstützung ausreichen würden, dass sich der Fasnetsumzug am Dienstag sogar durch den Gmünder Einhorntunnel bewegen kann, „so was gab’s noch nie“, sagt Sabine die Pfiffige und hofft dabei, dass die Tage bis dahin nicht so schnell vergehen. Am Aschermittwoch muss der Schlüssel zurück.
© Gmünder Tagespost 27.02.2014


Veröffentlicht am
15:03:44 28.02.2014


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